Heute vor 25 Jahren, am 26. April 1986, kam es im Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl zur bisher größten Katastrophe in einem Kernkraftwerk. In der Ukraine und weltweit wird heute der Toten der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gedacht. Die Überlebenden der Katastrophe leben heute in Slawutytsch. Die Stadt Prypjat, in der die meisten der damals in dem Kernkraftwerk Tschernobyl lebenden Arbeiter und Angestellten wohnten, ist heute eine unbewohnbare Geisterstadt. Noch heute ist die ehemalige Plattenbausiedlung radioaktiv verseucht. 30 Stunden nach dem Super-GAU begann damals die Evakuierung der Stadt. Eine radioaktive Wolke breitete sich, von dem havarierten Kraftwerk ausgehend, über große Teile Europas aus (Animation).
Knapp 25 Jahre danach wird die Welt erneut Augenzeuge eines katastrophalen Unfalls in einem Kernkraftwerk. Dieses Mal trifft es das Kernkraftwerk Fukushima I auf der japanischen Hauptinsel Honshū. Beide Ereignisse werden inzwischen als „katastrophaler Störfall“ bezeichnet. Auf der internationalen Bewertungsskala (INES) wurden beide Störfälle in die Stufe 7 (Katastrophaler Unfall) eingeordnet.